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Ein Leben lang Rot-Weiß

 

19.03.2018

Am 16. August 1976 war ihr erster Arbeitstag im DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg. Jetzt hat Anita Ahadzadeh nach fast 42 Jahren Abschied genommen – und hinterlässt damit eine Lücke in der Geschäftsstelle und bei ihren Kollegen.

Kreisgeschäftsführerin Caroline Greiner mit Anita Ahadzadeh vor einem Rettungswagen

Blumen zum Abschied: Kreisgeschäftsführerin Caroline Greiner dankt Anita Ahadzadeh (l.) für Ihren langjährigen Einsatz im Kreisverband.

Sie werden immer seltener, doch es gibt sie noch: Menschen, die ihrem Arbeitgeber ein Leben lang treu bleiben. Sei es, weil einem die Aufgaben Spaß machen, die Kollegen toll sind, oder die Arbeitsatmosphäre gut ist.

Im Fall von Anita Ahadzadeh kam alles zusammen. Es verwundert also nicht, dass sie dem Kreisverband erhalten geblieben ist, seit sie als 17-Jährige ihre Ausbildung angetreten hat. Zusammen mit Kollegin Christiane Erhard war sie die erste auszubildende Bürokauffrau der Organisation. Nach erfolgreicher Ausbildung war sie in der Abteilung Fördermitglieder tätig, bevor sie 1983 ins Sekretariat wechselte. Dort auch ist am vergangenen Mittwoch ihre Arbeit in der Kreisgeschäftsstelle zu Ende gegangen.
Zeit für ein kurzes, rückblickendes Gespräch mit Anita Ahadzadeh.

Frau Ahadzadeh, Ihre Kollegen werden Sie als zuvorkommende, engagierte Mitarbeiterin vermissen. Wie kam es zu Ihrer Entscheidung, mit dem Arbeiten aufzuhören?

„Mein Mann ist bereits seit Februar im Ruhestand, und ich merkte, wie meine Energie in den letzten Jahren etwas nachließ. Da kam uns die Idee, uns ein bisschen mehr Zeit füreinander und für unsere Familie zu nehmen. Für die Entscheidung, jetzt aufzuhören, habe ich mir mehrere Monate lang Zeit gelassen. Aber ich bin sicher, das Richtige zu tun. Dass ich solange im Kreisverband tätig war, zeigt, dass es mir immer gut ging und ich mich hier wohlgefühlt habe. Ich gehe deshalb mit einem weinenden und einem lachenden Auge“.

Was waren denn Ihre prägendsten Erlebnisse in den vergangenen fast 42 Jahren?

Der technische Wandel natürlich – der war enorm. Ich musste zu Beginn noch die Tasten der Schreibmaschine kräftig runterdrücken, um einen Buchstaben tippen zu können. Und beim kleinsten Rechtschreibfehler musste ich alles von vorne abtippen. Dann kamen elektrische Schreibmaschinen und Faxgeräte, heute haben wir Laptops und Smartphones.
Ein sehr einschneidendes Erlebnis war auch der Beginn der Flüchtlingskrise vor wenigen Jahren. Da hat das gesamte Rote Kreuz tolle, beeindruckende Arbeit geleistet. Es wurde viel auf die Beine gestellt. Diese Hilfsbereitschaft wird mir immer in Erinnerung bleiben.

Gibt es etwas, dass Sie rückblickend anders gemacht hätten?

Nein. Ich gehe durchweg mit positiven Erinnerungen. Die Kollegen waren immer sehr nett und hilfsbereit, die Aufgaben haben mir immer Spaß gemacht. Mich hat es erfüllt, bei meiner Arbeit immer von Menschen umgeben zu sein und täglich vor neuen Herausforderungen zu stehen. Ich würde alles genauso wieder machen, wenn ich nochmal 17 wäre.

Was werden Sie jetzt mit Ihrer freien Zeit anstellen?

Ich freue mich über mehr Zeit für Familie und Sport. Und natürlich für meine große Leidenschaft: das Reisen. Im Juli werden wir eine Reise zum Nordkap auf dem Postschiff „Hurtigruten“ unternehmen. Auch Städtetrips, beispielsweise nach Berlin sind geplant. Ab 2019 könnte ich mir auch vorstellen, mich ehrenamtlich zu engagieren. Aber jetzt lasse ich es zunächst ruhig angehen.

Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e. V. wünscht Anita Ahadzadeh viel Glück und Gesundheit in der Zukunft und bedankt sich für ihr tolles Engagement in all den Jahren, die sie bei uns war. Alles Gute!

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