Kreisverband
Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.

 

Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.
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69115 Heidelberg
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Kreisversammlung in Wiesloch - Bericht
der Vorsitzenden Frau Diemut R. Theato

 

11.07.2005

Grosser Saal mit Besuchern der Kreisversammlung
Die Einsätze im Rettungsdienst blieben mit gewissen Schwankungen in 2003 und 2004 weitgehend stabil. In 2004 wurden rund 11.500 Rettungsdienst-Einsätze gefahren. Die Einsätze im Krankentransport stabilisierten sich in 2003 und 2004 auf niedrigerem Niveau bei rund 51.000 Einsätzen. Der Notarzt wurde in 2004 rund 6.200 mal gerufen. Die Großeinsätze in der Berichtszeit standen vor allem im Zusammenhang mit Großbränden in Neckargemünd, Rohrbach, Handschuhsheim, auf einem Hotelschiff, in Wieblingen und zuletzt im April 2005 in einem Eppelheimer Hochhaus. Dank einer großartigen Leistung des Ehrenamtes konnte der Umzug der Ludolf-Krehl-Klinik in das neue Klinikum im Neuenheimer Feld problemlos und damit sehr erfolgreich abgewickelt werden. Besonders wichtig war für den Kreisverband auch die Durchführung mehrerer Großübungen zusammen mit anderen Hilfsorganisationen bei MLP, im Schlossbergtunnel und am Linsenteicheck. Dies gewinnt vor dem Hintergrund der tragischen Ereignisse in London an Bedeutung.

Mit der Unterzeichnung der Trägerschaftsvereinbarung „Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar“ am 11.03.2004 durch den Landkreis Rhein-Neckar, den DRK Kreisverband  Mannheim e.V. und unseren Kreisverband wurde der Zusammenschluss von Freiwilliger Feuerwehr des Landkreises Rhein-Neckar und der Rettungsdienst-bereiche der beiden DRK-Kreisverbände  am Standort Ladenburg besiegelt. Ein Lenkungsausschuss ist eingesetzt, der die Voraussetzungen für die Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle sicherstellen soll. Die gemeinsame Geschäftsstelle liegt beim DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V.

Das anhaltend hohe Defizit im DRK-Altenzentrum Hasenleiser soll abgetragen durch ein Bündel von Maßnahmen, wie der Gründung einer gemeinnützigen Betriebsgesellschaft mbH (gGmbH), einer beabsichtigten Ausgliederung des Altenzentrums in diese gGmbH, Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten mit starken Partnern und Durchführung einer Organisationsentwicklung. An der Überlegung zu einem Pflegeheim-Ersatz-Neubau an der Max-Joseph-Straße wird festgehalten.

In der Sozialarbeit konnte die Erfolgsstory beim Hausnotruf fortgesetzt werden. Mittlerweile sind an den Kreisverband über 1.000 Hausnotrufkunden angeschlossen mit weiter steigenden Tendenz. Der geplante Aufbau einer HNR- und Servicezentrale wird das Serviceangebot im Bereich Hausnotruf weiter verbessern. Der Behindertenfahrdienst war aufgrund des Wegfalls von Touren leicht rückläufig. Essen auf Rädern konnte sich behaupten. Der durch den Kreisverband mit den Schulen organisierte Schulsanitätsdienst (SSD) läuft ausgezeichnet an. Das DRK hat für Baden-Württemberg den Zuschlag für die nächsten 3 Jahre erhalten. Der landesweite SSD-Tag in Meckesheim am 25.06.05 war ein großer Erfolg. Ein neues Angebot, das Betreute Seniorenreisen, ist in 2005 gut angelaufen. Das Spätaus-siedlerprojekt wird planmäßig zum Ende des Jahres 2005 eingestellt.

Das Jugendrotkreuzarbeit zeigte in der Berichtszeit vielfältige und attraktive  Aktionen. So gewann 2003 das Jugendrotkreuz Dossenheim den Förderpreis für Projektarbeit zum Thema „Faszination Wasser“. 2004 erhielt das Jugendrotkreuz Heidelberg-Stadt einen Förderpreis für die Durchführung eines Spielplatz-TÜVs in Wieblingen. Das Jugendrotkreuz des Kreisverbandes ging in 2004 „online“. Neu angeboten wurde in 2004 ein „Babysitter-Kurs“. In 2004 besuchte eine JRK-Delegation aus Kumamoto/Japan unser Jugendrotkreuz. Die Sieger der JRK-Kreisentscheide in den Jahren 2004 und 2005 kommen aus den Jugendrotkreuz-Organisationen Neckargemünd, Wiesloch und zwei Mal aus Mauer.

In der Ausbildung waren in der Berichtszeit die Trends je nach Kursangebot unterschiedlich. Das Kursangebot „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“ war stark  rückläufig, während die „Erste-Hilfe-Kurse“ für Firmen ebenso wie die Auffrischkurse in erster Hilfe den sogenannten „Erste-Hilfe-Trainings-Kurse“ zunahmen. Leicht anstiegen die „Erste Hilfe am Kind-Kurse“. Neu hinzu gekommen sind die „Frühdefibrillationslehrgänge“ - ein Angebot mit ausgezeichneten Entwicklungsmöglichkeiten.

Aus dem Ehrenamt ist in der Berichtszeit die Neugründung des Ortsvereins Steinachtal, hervorgegangen aus den Ortsvereinen Wilhelmsfeld und Schönau, sowie das 100-jährige Jubiläum des Ortsvereines Eschelbronn hervorzuheben.  Es wurden jeweils rund 180 Mitglieder von Bereitschaften in 2003 und 2004 für ihre Mitgliedschaften zwischen 5 und 70 Jahren geehrt. Besonders erfreulich – und im Gegensatz zum allgemeinen Trend – war der weitere Anstieg der Ehrenamtlichen im Kreisverbandsgebiet auf nun mehr über 1.500. 

Die Zahlen der fördernden Mitglieder blieben weitgehend stabil.

Es wurden Hilfsprojekte in drei osteuropäischen Ländern - Rumänien, Ukraine und Weißrußland – im Rahmen von Transporten von humanitären Hilfsgütern, wie Kleidung und medizinischen Geräten durchgeführt. In einer großartigen Leistung hat der Kreisverband in seinem Kreisverbandsgebiet für die Tsunami-Opfer in Südostasien rund 11 T€ für die Bundesaktion am 08.01.2005 gesammelt. Weitere 6 T€ sind nachträglich eingegangen.

Der Rotkreuz-Bericht wurde im Jahre 2004 neu strukturiert mit positiven Rückmeldungen aus der Leserschaft. Die Internet-Seite des Kreisverbandes befindet sich derzeit kurz vor ihrer Aktivierung.


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