Kreisverband
Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.

 

Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.
Langer Anger 2
69115 Heidelberg
Tel. 06221- 90 10 50

Rettungsdienst / Krankentransport: Tel. 19222 | Notruf: Tel. 112

Einweihung der Integrierten Leitstelle in Ladenburg

 

27.06.2006

Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg hat in Zusammenarbeit mit dem DRK-Kreisverband Mannheim und dem Landkreis Rhein-Neckar am 27.06.2006 die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar in Ladenburg offiziell eingeweiht. Die 3,1 Mio. € teuere Leitstelle mit 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist Anlaufstelle für eine Bevölkerung von rd. 1 Mio. Menschen. 

Grußwort von Frau Diemut R. Theato


Symbolische Schlüsselübergabe bei der Einweihung der Leitstelle
Ich freue mich sehr, dass die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar in Ladenburg nach mehreren Jahren der Planung und ihrer konsequenten Umsetzung am heutigen Tag in einer Feierstunde auch formal in Betrieb genommen werden kann, zumal wir in Baden-Württemberg etwas Neuartiges, Zukunftsweisendes schaffen wollten, und dies auch erreicht haben. Wir haben damit Grenzen überschritten – und das in doppelter Weise, nämlich zum Einen hin zu einer Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und zum Anderen hin zu einer Kooperation mit einem anderen DRK-Kreisverband über die Grenzen des Rettungsbereiches hinaus. Nehmen Sie dies als Symbol einer großen Bereitschaft der Träger der Integrierten Leitstelle, neue, zukunftsweisende Wege zu gehen und dort zu kooperieren, wo es sachlich und wirtschaftlich Sinn macht. Es ist auch ein Zeichen, der schrittweisen Abkehr von der an  manchen Orten blühende „Kirchturmpolitik“ früherer Jahre.

Lassen Sie mich zu den Beweggründe für den DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. und Mit-Betreiber der Integrierten Leitstelle kommen. Sie sind:
  • die frühzeitige Einstellung auf vorhersehbare, sinnvolle Entwicklungen, die – wie jetzt ein Gutachten der Kostenträger erneut belegt – über kurz oder lang überall in Baden-Württemberg zum Tragen kommen werden, allerdings mit dem „kleinen Unterschied“, dass wir – die drei Träger der Integrierten Leitstelle – uns bereits vor Jahren entschlossen hatten, diese Entwicklung maßgebend mitzugestalten.
  • ein zweiter Beweggrund ist die Schaffung einer leistungsfähigen, technisch hochstehenden Integrierten Leitstelle zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Rhein-Neckar und der Städte Mannheim und Heidelberg.
    Dies ist uns zu einem Großteil gelungen – jedoch fehlen noch die Berufsfeuerwehren der Städte Mannheim und Heidelberg, die weiter eigene Leitstellen bauen und betreiben wollen. Ein Zustand der angesichts knapper Kassen schwer verständlich bleibt.
    Darüber hinaus schafft die Übernahme der digitalen Alarmierung, die bei der Feuerwehr bereits fester Bestandteil ist, verbesserte Möglichkeiten der Alarmierung des Rettungsdienstes.
  • Ein dritter Beweggrund ist die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Leitstellen durch Wegfall von Parallelstrukturen und Nutzung von Synergien.
    Dabei könnte die Leitstelle durch Aufnahme weiterer Aufgaben – wie zum Beispiel des Ärztlichen Notdienstes – oder Erweiterung des Einsatzbereiches die Wirtschaftlichkeit weiter steigern.
    Im übrigen konnte ein teurer Neubau durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten des Landkreises und dessen bedarfsgerechten Ausbau vermieden werden.

Die Integrierte Leitstelle steht erst an ihrem Anfang.

  • Sie hat ihre erste große Prüfung, die Aufnahme des laufenden Betriebes
    mit Bravour bestanden.
  • Sie wird sicherlich noch einige Kinderkrankheit zu bestehen haben.
  • Sie hat allerdings beste Wachstumsaussichten angesichts knapper Kassen allerorts. 
    Sie hat daher aus den vorgenannten Gründen beste Aussichten zu einem Modell für ganz Baden-Württemberg zu werden.

Zum Abschluss darf ich mich für die engagierte Zusammenarbeit auf allen Ebenen zwischen den beteiligten Partnern herzlich bedanken, die trotz manchem unvorhergesehenen Hindernis, unbeirrt und zielgerichtet voranschritt. Erlauben Sie mir nur drei Namen besonders hervorzuheben, die mit zu den Begründern der Idee einer gemeinsamen, integrierten Leitstelle zu nennen sind, nämlich

  • Herrn Michels, Kreisbrandmeister
  • Herrn Gramlich, Rettungsdienstleiter in Mannheim
  • Herrn Schilhab, (damals) Rettungsdienstleiter in Heidelberg  

 Ich denke auch hier gilt die alte Binsenwahrheit:

„Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg“.

Und kann deshalb heute zufrieden feststellen: Wir haben mit der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar in Ladenburg neue, leistungs- und wettbewerbungsfähigere Strukturen zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Neckar-Raum geschaffen.

Ich wünsche der Integrierten Leitstelle weiterhin alles Gute !



Deutscher Roter Helfer #SetzeEinZeichen
Spendenkonto 62480

Sparkasse Heidelberg

IBAN:
DE 1667250020 0000 062480

BIC: SOLADES1HDB