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Neuer Notarztstandort in Walldorf eingeweiht

 

03.11.2008

Ein Stück mehr Sicherheit für die Menschen im südlichen Rhein-Neckar-Kreis


Notarztwagen bei der Einweihung des Notarztstandortes in Walldorf
Die Notwendigkeit des neuen Notarzt-Standorts für den südlichen Rhein-Neckar-Kreis, der zum 1. November in Walldorf eingerichtet wurde, steht außer Zweifel: Als am 3. November 2008 die offizielle Einweihung der Einrichtung, die in der Rettungswache des örtlichen DRK untergebracht wurde, stattfand, kehrte das Notfalleinsatzfahrzeug gerade von seinem 16. Einsatz (in nur zweieinhalb Tagen) zurück. Und nach den Ansprachen konnten die vielen geladenen Gäste auch nur kurz einen Blick auf das Fahrzeug samt seiner Ausrüstung werfen. Denn schon wurde es zum nächsten Einsatz gerufen.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, Vorsitzender Bereichsausschuss für den Rettungsdienstbereich Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis und Vorsitzender. des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg, hatte die Gäste in der frisch umgebauten Rettungswache (in unmittelbarer Nähe zur A 5) begrüßt. "Der südliche Bereich des Rhein-Neckar-Kreises hatte es dringend nötig", sprach Würzner die Problematik an, dass die Hilfsfristen im Bereich der notärztlichen Versorgung in der Vergangenheit nur unter den günstigsten Bedingungen einzuhalten waren. Bislang gab es Notarzt-Standorte in Heidelberg, Sinsheim und Eberbach, nun kommt der 4. Notarztstandort in Walldorf hinzu und gibt „den Menschen ein Stück mehr Sicherheit", so Würzner.

Erst am 8. September hatte der Bereichsausschuss für den Rettungsdienstbereich Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis die Einrichtung des Notarzt-Standortes beschlossen. Dass dieser schon jetzt, keine zwei Monate später, in Betrieb genommen werden konnte, sei "einem gewaltigen Kraftakt zu verdanken", sagte Heidelbergs Oberbürgermeister. Man habe in dieser Zeit das Gebäude saniert und für die neuen Bedürfnisse umgebaut, ein neues Notarztfahrzeug angeschafft, Mitarbeiter ausgewählt, in die Medizingerätetechnik eingewiesen und in einem ADAC-Fahrertraining auf dem Hockenheimring geschult. Zudem handle es sich um "ein regionales Kooperationsprodukt", wie Würzner betonte, der die Teamleistung der Stadtoberhäupter Oberbürgermeister Franz Schaidhammer (Wiesloch), Bürger-meister Heinz Merklinger (Walldorf) und Bürgermeister Frank  Broghammer (Rauenberg) hervorhob. Gemeinsam habe man die Einrichtung ohne Kirchturm-denken am "besten Standort" realisiert. Würzners weiterer Dank galt - wie auch später der von Bürgermeister Merklinger -  den Sponsoren, die sich an den "bedeutenden finanziellen Aufwendungen" beteiligen und vor allem auch Rainer Frohmüller, dem Vorsitzenden des DRK Ortsvereines Walldorf, “der sich unermüdlich dafür eingesetzt habe, dass dieses Projekt Wirklichkeit wird".

Heinz Merklinger sprach von einem '"bedeutsamen Tag" und ging auf die lange Vorgeschichte ein. Schon vor mehr als fünf Jahren hätten die Städte Wiesloch und Walldorf auf die unzureichende Versorgungslage hingewiesen, seien aber mit Blick auf die seinerzeit anstehende Novellierung des Rettungsdienstgesetzes zunächst um Geduld gebeten worden. Trotzdem „trat die in Aussicht gestellte Verbesserung nicht ein", so Walldorfs Bürgermeister. Erst der neuerliche Vorstoß, an dem sich auch Rauenberg beteiligte, habe Erfolg gehabt, nachdem auch ein Gutachten die Notwendigkeit eines zusätzlichen Notarzt-Standortes verdeutlicht habe.

Die Stadt Walldorf trug nach einstimmigem Beschluss des Gemeinderats die Umbaukosten von 35.000 Euro. Gemeinsamer Traum von DRK und Kommune sei es, so Merklinger, "diese als Minimallösung ausreichenden Räumlichkeiten noch weiter zu optimieren". Angedacht seien die Schaffung weiterer Sozialräume und eventuell sogar einer Ambulanz.

Prof. Dr. Eike Martin, Geschäftsführender Direktor der Klinik für Anaesthesieologie am Universitätsklinikum Heidelberg, zeigte sich erstaunt, dass die Umsetzung in so kurzer Zeit gelungen sei. Man habe relativ hohe Ansprüche an die Notärzte (die von der Uniklinik und dem Gesundheitszentrum Rhein-Neckar gestellt werden) und werde „diese Qualifikation auch an diesem Standort aufrechterhalten“, versprach er. „Das kommt am Ende den Patienten zugute“, sagte Professor Martin.

Claudia Herget von der Dietmar-Hopp-Stiftung übermittelte Grußworte von Dietmar Hopp, der dem Notarzt-Standort "alles Gute und wenig Einsätze" wünsche. Sie übergab für die Hopp-Stiftung einen Spendenscheck über 50.000 Euro. Weitere Spenden überreichten Helmut Schleweis (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Heidelberg) und Dr. Stefan Schwab (Vorstandsvorsitzender der Volksbank Wiesloch). Wie DRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Locher der RNZ sagte, sollen die Spenden – wie auch weitere, die man sich noch aus der gewerblichen Wirtschaft erhofft – unter anderem für den Bau eines Pavillons verwendet werden, da es im Gebäude sehr eng zugehe, für die Anschaffung einer intelligenten Software zur Auswertung der Einsätze, aber auch zur Gerätebeschaffung, "um die Qualität weiter zu verbessern“.

Dr. Michael Bernhard, der Ärztliche Leiter des neuen Notfall-Standorts, ist schon jetzt sehr zufrieden. Alles sei sehr gut angelaufen, sagte er im Gespräch mit der RNZ, man sei deutlich schneller als bislang an der Einsatzstelle. "Das ist eine wahnsinnige Verbesserung". Im Inneren der Rettungswache gehe es zwar „ein bisschen eng“ zu, so dass er froh sei, "wenn sich noch etwas tut". Für den Start habe man aber "eine tragfähige Lösung auf hohem Niveau“ gefunden.

Quelle: RNZ


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