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Wenn sie nie zum Einsatz kommen, sind alle zufrieden

 

25.11.2008

Sanitätsdienst an der Theodor-Heuss-Schule eingeführt –
Barmer, Eltern und Rotes Kreuz sorgten für die Ausrüstung


Gruppenbild Schulsanitätsdienst
Lehrer sind nicht gerade übereifrig und eher unmotiviert. Dieses Klischee erfüllt Uta Frugier überhaupt nicht. Die Lehrerin betreut nicht nur seit Jahren die Bibliothek an der Theodor-Heuss-Realschule, sie war es auch, die 2007 die Idee hatte, einen Schulsanitätsdienst, kurz SSD, ins Leben zu rufen.

Alles fing damit an, dass die damalige Klasse 7a in einer Projektwoche einen Erste-Hilfe-Kurs absolvierte. Das Interesse der Schüler war riesig. Auch Sebastian Weber war damals mit dabei. „Mein Vater ist Arzt, da hat mich das einfach interessiert“, erklärt der Achtklässler. „In den  ersten Monaten hat es noch Anlaufschwierigkeiten für den neuen Sanitätsdienst gegeben. Wir mussten erst noch das Krankenzimmer richtig herrichten und genügend Erste-Hilfe-Kästen waren auch nicht da“. Als eine der ersten Amtshandlungen fühlten die neuen Schulsanitäter ihren Lehrern auf den Zahn und fragten, ob die Pauker denn überhaupt wüssten, wo sich die Notfall-Kästen befinden. „Die waren aber alle sehr gut informiert“, berichtete Nils Dortants. Der Siebtklässler ist neu dabei und schon jetzt Feuer und Flamme für seine Aufgabe. „Es ist einfach toll zu wissen, was im Notfall zu tun ist. Ich möchte später auch gern in einem Krankenhaus arbeiten“. Dafür kann er jetzt schon ein  bisschen üben. Doch zum Glück, wie sein Sanitätsdienst-Kumpel Sebastian einwirft, haben sie bisher keine brenzlige Situationen erlebt.
Falls in Zukunft nun doch etwas passieren sollte, sind die jungen Helfer aber jetzt bestens ausgerüstet: Bei einer kleinen Feier im Musiksaal der Schule wurden die acht Jungen und Mädchen, die von nun an jeden Tag für das gesundheitliche Wohl ihrer Mitschüler sorgen wollen, offiziell in ihr Amt eingeführt. Dabei bekamen sie neben einem prallgefüllten Erste-Hilfe-Rucksack von der Barmer Krankenkasse noch leuchtend gelbe Hemden und Westeb sowie Funkgeräte geschenkt. „Die Hemden gibt`s, damit Ihr gut ausseht, die Funkgeräte, damit Ihr gut erreichbar seid“, verkündete Schülervater Wolfgang Arnold, der die Utensilien der Schule gesponsert hatte.

Auch Manuela Schütz, die Beauftragte für Schularbeit beim Deutschen Roten Kreuz, kam zur Feierstunde nicht mit leeren Händen. Sie brachte dem Sanitätsdienst eine Beatmungsmaske und dazu noch PC-Spiele, die sich mit dem Thema Erste Hilfe beschäftigen. Schütz freute sich über das Engagement der Schüler: „Hier lernen sie nämlich nicht nur für die Schule, sondern wirklich für das Leben.“
Glücklich sagte auch der Schulleiter Uwe Schwerdel: „Ich bin stolz, dass unsere Schule nun so einen Dienst hat. Wir wünschen uns, dass Ihr nie zum Einsatz kommen müsst, aber immer da seid“.

RNZ vom 10.12.2008



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