Kreisverband
Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.
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Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.
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Einsatzgrund: Fußballfieber in der Rhein Neckar Arena!

 

01.08.2009

Wenn sich die meisten Fußballfans im Lande langsam gemütlich vor den Fernseher begeben und in der Sinsheimer Rhein Neckar Arena kurz vor dem Spiel das „Badner Lied“ gefolgt von der Hymne der TSG 1899 Hoffenheim von den Rängen geschmettert wird sind die Helferinnen und Helfer unseres Kreisverbandes bereits mitten drin statt nur dabei.

Zum Zeitpunkt des Anpfiffs sind mehr als 50 Einsatzkräfte meist auf bis zu 15 Bereitschaften verteilt bereits seit drei Stunden im Einsatz.

Wenn der Verpflegungstrupp der Einsatzeinheit in Sinsheim beginnt, die Brötchen für die Rotkreuzler zu schmieren sowie den Kaffee, Tee und die Kaltgetränke ebenso für die Einsatzkräfte der Polizei vorzubereiten, machen sich Helfer aus weiten Teilen des  Kreisverbandsgebiets auf den Weg nach Sinsheim. Die DRK-Rettungswache in der Dührener Strasse ist Sammelpunkt, Lager und Besprechungsraum zugleich. Zweieinhalb Stunden vor Spielbeginn findet hier, wie vor jedem Spiel, die Kurzeinweisung der Einsatzkräfte statt. Dabei werden aktuelle Erkenntnisse der Sicherheitsbesprechung bekannt gegeben, auf eventuelle  besondere Gefährdungen hingewiesen, die Helfer registriert, instruiert, den für sie zuständigen Gruppenführern zugewiesen und ganz wichtig, die Lunchpakete verteilt.
Anschließend setzt sich der Tross aus vier Krankenwagen, zwei Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Notärzten, der Einsatzleitung und den gesamten Helferinnen und Helfer Richtung Rhein Neckar Arena in Bewegung.

3 Mitarbeiter der Einsatzleitung in der Führungsloge der HaupttribüneAb jetzt ist für die meisten Kräfte schon alles Routine. Die Einsatzleitung, bestehend aus dem Einsatzleiter, dem Einsatzführer und zwei Mitgliedern der Gruppe Information und Kommunikation bezieht Ihre Befehlsstelle neben Polizei und Feuerwehr in der Führungsloge der Haupttribüne, setzt sich mit der Integrierten Leitstelle Rhein-Neckar in Ladenburg in Verbindung und meldet die Einsatzbereitschaft. Die Fahrzeuge nehmen ihre zugewiesenen Positionen rund um die Arena ein, die Trupps, bestehend aus jeweils zwei Helfern, begeben sich zu ihren strategisch festgelegten Standorten im gesamten Innenbereich und die beiden Sanitätsräume im Osten und im Westen des Bauwerks werden besetzt.

Hier findet in der Regel auch die Versorgung der Patienten aus dem Besucherraum aber auch der Spieler statt, denn jeder Sanitätsraum wird neben rettungsdienstlichem Fachpersonal auch von einem Notarzt betreut und ist speziell für zu erwartende Notfälle in einem Stadion ausgestattet. Die Ausstattung liegt bundesweit wegweisend deutlich über der in anderen Bundesliga-Fußballarenen, denn notfalls können hier jeweils zwei Patienten gleichzeitig intensivmedizinisch versorgt werden. Meist kommen Patienten jedoch mit kleineren Blessuren aufgrund eines Sturzes, Schnittverletzungen oder Kreislaufbeschwerden aber auch mit allergischen Reaktionen auf Grund eines Wespenstiches bis hin zu Herzbeschwerden in die Sanitätsräume zur Versorgung und gegebenenfalls zum anschließenden Transport mit einem der bereitstehenden Fahrzeuge ins Krankenhaus.

Mit dem Schlusspfiff des Schiedsrichters ist jedoch das Ende der sanitätsdienstlichen Betreuung für die DRK-Einsatzmannschaft noch lange nicht in Sicht. Erst wenn alle Zuschauer die Tribünen verlassen haben und die Galerie rund um die Arena weitestgehend frei von abreisenden Fans ist, lassen die Gruppenführer auf Anweisung der Einsatzleitung die einzelnen Helfer-Trupps abrücken, die Sanitätsräume abrüsten und aufräumen, aber auch für den Abmarsch vorbereiten.

Abschlussbesprechung mit allen Helfern nach dem SpielGut eineinhalb Stunden nach Spielende ist es geschafft. Das gesamte Team des Tages trifft sich vor dem Sanitätsraum West zu einer kurzen Abschlussbesprechung, bevor die Helferinnen und Helfer die Heimreise antreten, meist jedoch noch über das jeweilige Bereitschaftsheim oder die Wache um verbrauchtes Material aufzufüllen und die Einsatzfahrzeuge zu reinigen und abzustellen.

Mit dem Ende des langen Veranstaltungstages beginnen für die beiden Fachberater Rhein-Neckar-Arena und die Verantwortlichen in der Kreisbereitschaftsleitung jedoch bereits die Vorbereitungen für den nächsten großen Spieltag und der Termin für die nächste Sicherheitsbesprechung mit Polizei, Sicherheitsdienst, Ordnungsamt, Verkehrsbetrieben, Feuerwehr und Vereinsverantwortlichen meldet sich sicher auch schon im Terminkalender!


Frank-Sebastian Becker
Fachberater der Kreisbereitschaftsleitung
Rhein-Neckar-Arena / Ressourcen



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