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Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.
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Der Sieger des Landesentscheids heißt Ravensburg

 

02.07.2012

Am Samstag, 30.6.12, waren in Wieslochs Innenstadt viele Einsatzkräfte des Roten Kreuzes unterwegs. Glücklicherweise handelte es sich nicht um einen großen Unglücksfall, sondern die Weinstadt vor den Toren Heidelbergs war Austragungsort des 54. Landesentscheids der DRK-Bereitschaften im DRK-Landesverband Baden-Württemberg e.V. Bester Teilnehmer und glücklicher Sieger wurde die Gruppe des DRK Ravensburg.


Bergung einer Verletzten durch eine DRK-Mitarbeiterin
Um 10:30 Uhr fiel der Startschuss für den Wettbewerb und ehrgeizig kämpften sich ab sofort 12 Teilnehmergruppen, eine Gastgruppe aus Armenien und die Siegergruppe des letztjährigen Entscheides aus Maulbronn bei hochsommerlichen Temperaturen durch den anspruchsvollen Parcours, der durch die reizvolle Innenstadt und auf das Gelände des größten Fachkrankenhauses für Psychiatrie in Baden-Württemberg, dem PZN, führte und den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern praktisches und theoretisches Wissen und Handeln abverlangte.

Auf dem Adenauerplatz wurde reanimiert, gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk musste vor dem Rathaus ein Geschicklichkeitsparcours absolviert werden. Vier Betroffene galt es bei einem fingierten Banküberfall zu versorgen, nachdem die „Täter“ von einem Beamten des Polizeireviers Wiesloch „verhaftet“ wurden. Bei einem Übungsszenario der Freiwilligen Feuerwehr Wiesloch im EnBW-Brandcontainer war die rasche Hilfe der Rotkreuzler für einen „kollabierten“ Atemschutzgeräteträger gefragt. An der Laderampe des Woolworth-Kaufhauses baten zwei Rotkreuzkollegen um Hilfe, die sich beim Ausladen eines LKWs verletzt hatten. In Wieslochs ältestem Gebäude, dem Freihof, trafen die Einsatzkräfte auf einen Gast, der einen Krampfanfall erlitten hatte.

Auf dem PZN-Gelände hatte die Gruppe insgesamt vier verletzte Personen nach einem Hausbrand zu betreuen, die von der Werkfeuer-
wehr des Krankenhauses erstversorgt wurden.
Anschließend trafen die Einsatzkräfte auf zwei vermisste Personen, die kurz zuvor von der DRK-Rettungshundestaffel gefunden wurden.
Eine knifflige Aufgabe zum Erscheinungsbild des DRK kombiniert mit derneuen Dienstbekleidungsordnung lud in die Räumlichkeiten des Kinderschutzbundes ein. Im Dämmelwald galt es, verschiedene Tragesysteme für Verletze sicher und zügig anzuwenden.

DRK Mitarbeiter bei einer Übung mit Verletzten Personen

In zwei Theorie-Aufgaben mussten die Rotkreuzler zeigen, was in ihnen steckt. Neben den klassischen medizinischen Aufgaben beschäftigten sich die Einsatzkräfte auch mit dem humanitären Völkerrecht, gesetzlichen Vorgaben und einsatztaktischen Fragen.

Siegerehrung bildete Höhepunkt des Tages

Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbandes, zeigte sich bei der Siegerehrung am Abend mehr als zufrieden über die Leistung „seiner“ Ehrenamtlichen. Die Arbeit des Roten Kreuzes mache auch die Nöte anderer zur eigenen Sorge. "Dafür gebührt Ihnen allen großer Dank", sagte er bei der Überreichung des von ihm gestifteten Sonderpreises „Menschliche Zuwendung“ an die Gruppe aus Epfenbach. Bereits im Jahre 2009 wurde dieser Preis an den DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/ Heidelberg vergeben. Damals erlangte ihn die Gruppe aus der diesjährigen Gastgeberstadt Wiesloch.
Aus den Händen des Kreisbereitschaftsleiters und Landesdirektors Jürgen Wiesbeck und seiner Kollegin Landesdirektorin Renate Kottke durften die Gruppen schließlich ihre wohlverdienten Pokale entgegennehmen.
Den dritten Platz erreichte die Schnelleinsatzgruppe Esslingen-Schurwald. Ganz besonders stolz ist man auf den zweiten Platz des DRK Epfenbach und damit einer Gruppe aus dem eigenen Kreisverband. Als Sieger aus dem Landesentscheid ging das DRK Ravensburg hervor, das den DRK-Landesverband Baden-Württemberg auf dem Bundesentscheid in Biberach vertreten wird. Zahlreiche Gruppen erlangten außerdem das goldene Leistungsabzeichen des DRK-Landesverbandes.

Großer Dank allen Helfern und Helferinnen

Begeistert zeigten sich die Teilnehmer von der Organisation, die die Helferinnen und Helfer aus dem gesamten DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg gemeinschaftlich absolvierte. Besonderen Dank gebührt der Feuerwehr Wiesloch, dem Technischen Hilfswerk Wiesloch-Walldorf, der Werkfeuerwehr des PZN und der Polizei für die Unterstützung dieser in Wiesloch bisher einmaligen Großveranstaltung. Besondere Hilfe erfuhr das Deutsche Rote Kreuz weiterhin durch die Stadt Wiesloch, vom Psychiatrischen Zentrum Nordbaden und durch die Volksbank Kraichgau. Und ohne die Unterstützung der lokalen Hauptsponsoren EnBW – Energie Baden Württemberg und Odenwaldquelle wäre das Event in dieser Form nicht  durchführbar gewesen.



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