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Rotes Kreuz startet Informationskampagne zu Gewalt gegen Patienten und Gesundheitspersonal

 

08.10.2013

Weltweit behindert oder zerstört die Ausübung von Gewalt die Erbringung medizinischer Leistungen, wenn sie am Nötigsten gebraucht werden. Das Deutsche Rote Kreuz macht deshalb gemeinsam mit dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) und mit Mitteln der Europäischen Union auf die dringende Notwendigkeit aufmerksam, Patienten und Gesundheitspersonal zu schützen.

Hierzu wird von Oktober bis Dezember 2013 in sieben europäischen Hauptstädten (Berlin, London, Amsterdam, Paris, Brüssel, Madrid und Warschau) eine Informationskampagne durchgeführt. Mittels Plakatwänden, aber auch durch Soziale Medien, soll die Öffentlichkeit für dieses wichtige humanitäre Thema sensibilisiert werden.

Zivilisten und Kämpfer sterben an Verletzungen, die sie überleben könnten, wenn ihnen rechtzeitige medizinische Hilfe zukommen würde, auf die sie ein Recht haben. Die weit verbreitete Nichtbeachtung geltenden Rechts durch Konfliktparteien und bewaffnete Gruppen ist einer der Gründe, warum Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitspersonal nicht ausreichend geschützt sind.

„In Europa haben die Menschen das Glück, das nächste Krankenhaus sicher zu erreichen, können sich auf ihr Ambulanzsystem verlassen und können die Medikamente, die sie benötigen, in Apotheken erhalten“, sagt Yves Daccord, IKRK-Generaldirektor. “Bedauerlicherweise haben Millionen von Menschen diese Möglichkeiten nicht. In Ländern wie Syrien, der Demokratischen Republik Kongo und Somalia, um nur einige Beispiele zu geben, sterben Verletzte oder kranke Menschen weil Krankenhäuser zerstört wurden, Ambulanzen nicht durchkommen oder medizinische Einrichtungen geplündert wurden.“

Die Übergriffe betreffen die gesamte Gesundheitsinfrastruktur. Langwierige Sicherheitsmaßnahmen, Check-points, Verwaltungsprozesse und Ausgangssperren behindern den Zugang zu lebensnotwendigen Gesundheitsleistungen. Aber auch der Mangel an Unparteilichkeit auf allen Seiten verhindert, dass medizinische Hilfe allein nach dem Maß der Not erfolgt. Darüber hinaus kommt es durch Gewalt gegen Gesundheitseinrichtungen und Mitarbeiter zu einem Dominoeffekt, zum Beispiel werden lebensnotwendige Impfkampagnen verhindert, mit verheerenden Auswirkungen für die Gesamtbevölkerung auf Jahre hinaus.


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