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DRK steigt in Flüchtlingsberatung im PHV ein / Fachfrau kommt vom Internationalen Roten Kreuz

 

19.01.2016

„Das ist spannend und passt zu mir“ - Kirsten Meesmann kommt aus der Kleinstadt Miltenberg am Main, spricht auch Hindi und Urdu, hat in Heidelberg Sozialgeografie, Indologie und Ethnologie studiert und arbeitete acht Jahre in Indien für das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Seit Dezember  - direkt aus Kaschmir an der pakistanischen Grenze  zurückgekehrt - ist sie die neue Leiterin der unabhängigen Sozial- und Verfahrensberatung im Registrierzentrum Patrick-Henry-Village (PHV) des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg.

Kirsten Meesmann
Kirsten Meesmann
Das DRK ist damit in die Flüchtlingsberatung vor Ort eingestiegen. In der Flüchtlingsarbeit ist der Kreisverband längst in der Kleiderspendenarbeit, der Kinderbetreuung und einem Fahrradwerkstattprojekt aktiv. Zehn neue Stellen wurden nun für die Beratungsstelle geschaffen, das Gehalt übernimmt das Land.

„Wir sind ein multiprofessionelles Team“, betont Kirsten Meesmann. Das DRK sei als Bestandteil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung „hoch qualifiziert“ für die  Flüchtlingsarbeit.  „Ich kann meine erlernten interkulturellen  Kompetenzen  gut in die deutsche Flüchtlingskonzeption einbringen“, sagt die 38-Jährige. Sie habe sich deshalb bewusst auf die Stellenausschreibung des DRK in Heidelberg beworben. „Das ist spannend und passt zu mir.“

Beruflich „aufgewachsen in der DRK-Struktur“ war sie in Kaschmir Delegierte und Dolmetscherin für das Internationale Rote Kreuz und konkret in der Gefangenenbetreuung tätig. Dabei hatte sie viel mit Menschen zu tun. „Das Rote Kreuz ist als unabhängiger und neutraler Berater anerkannt. Das hilft in vielen schwierigen Situationen. Und grundsätzlich gilt: Professionelle Arbeit ist mir wichtig.“ Der Mensch und seine Bedürfnisse stehe im Vordergrund: „Das Maß seiner Not ist entscheidend.“ 

Die unabhängige Sozial- und Verfahrensberatung im PHV  richtet sich an  neu ankommende Flüchtlinge.  „Die Menschen kommen an und sind konfrontiert mit komplexen  Abläufen im Asylverfahren. Wir unterstützen  fachgerecht und  unabhängig.“  Dabei geht es um die Begleitung  im Asylverfahren (einschließlich Rückkehrerberatung), um die Unterstützung besonderer Schutzbedürftiger und um allgemeine Sozialberatung. Die Sozialpädagogen und  Ethnologen  vom DRK arbeiten im  PHV zusammen mit Kolleginnen und Kollegen von der Caritas Heidelberg und dem Diakonischen Werk Heidelberg, die bereits seit Juli 2015 in der Sozial- und Verfahrensberatung im PHV tätig sind. Jeweils 13 Mitarbeiter haben die sozialen Dienste der katholischen und evangelischen Kirchen zurzeit.

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