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DRK-Kreisverbandsübung 2018: Über 500 Retter trainieren den Katastrophenfall

 

12.06.2018

Eine laute Explosion erschüttert die Umgebung, Rauch steigt auf. Orientierungslose und verletzte Menschen taumeln umher. Die Situation ist unübersichtlich und chaotisch, noch kann niemand das Ausmaß des Unglücks erahnen. Es ist eine Situation, die niemand je erleben möchte, zum Glück ist sie nicht real. Dennoch müssen die Retter des Deutschen Roten Kreuz auf so eine Situation vorbereitet sein.

In einem Großschadensereignis müssen alle Maßnahmen der DRK-Einsatzkräfte nahtlos ineinandergreifen. „Das perfekte Zusammenspiel aller unser Einsatzstrukturen ist bei so einer Großschadenslage ein wichtiges Kriterium für schnelle, koordinierte Hilfe“ erklärte Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Wiesbeck.

Deshalb fand am vergangenen Wochenende, am 9. Juni 2018, in enger Abstimmung mit den Katastrophenschutzbehörden des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg die DRK Kreisverbandsübung 2018 im Trainings Center Retten und Helfen (TCRH) in Mosbach statt – eine realistische Großschadenssimulation, die in dieser Größenordnung in der Region seit Jahren einzigartig ist. Etwa 500 Teilnehmer von Rettungsdienst, Schnelleinsatzgruppen Erstversorgung und Transport, fünf Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes, die Einsatzgruppe Psychosoziale Notfallversorgung, das Kreisauskunftsbüro und die Rettungshundestaffel zusammen mit Erstangriffskräften der Freiwilligen Feuerwehr des Rhein-Neckar-Kreises beteiligten sich. Die komplette Einsatzführung des DRK und zehn Notärzte unter Leitung des Leitenden Notarztes trainierten unter den Augen von Gästen aus Politik, Verbänden und Medien den Ernstfall.

Rund 80 Verletztendarstellungen zum Teil mit schwersten Verletzungsmustern wie Schnitt- und Brandverletzungen, Schockzustände und Amputationen wurden simuliert und hielten die gesamten Helferinnen und Helfer in realistischen Szenen hochkonzentriert auf Trapp. Das Übungsgelände mit Gebäuderuinen, zerstörten Bussen und sogar einer Straßenbahn, bot ideale Voraussetzungen für die Simulation.

"Das Übungsszenario stellte beeindruckend reale Eindrücke dar - sowohl über professionelle Helferstrukturen als auch über die Betroffenheit eines solchen Unglücksszenarios", schildert die Kreisgeschäftsführerin Caroline Greiner den Tag.

Um in einer Schadenslage dieser Größenordnung genügend Versorgungskapazität sicherzustellen, wurde ein sogenannter Behandlungsplatz (BHP 25) aufgebaut. Hier können bis zu 25 bereits erstgesichtete Betroffene bis zu ihrem Weitertransport in eine Klinik notfallmedizinisch versorgt werden.

"In solch einem Übungsszenario arbeiten die Einsatzkräfte in sehr realitätsnahen Szenarien, was per se kräftezehrend ist – bei einem Wetter wie wir es heute hatten, mit über 30 Grad, wurden unsere Kräfte zusätzlich stark gefordert. Die Übungen liefen trotz erschwerten Bedingungen wirklich sehr gut ab – großes Kompliment an alle Mitwirkenden" lobt Prof. Würzner, Präsident des DRK KV Rhein-Neckar/Heidelberg und Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg. Beeindruckt zeigten sich vor allem auch der für Katastrophenschutz im Regierungspräsidium zuständige Bezirksbrandmeister Jürgen Link, wie auch der Vertreter des Polizeipräsidiums Mannheim Beuchert, die Kreisbrandmeister des Rhein-Neckar-Kreises Udo Dentz, der Kreisbrandmeister des Neckar-Odenwald-Kreises Jörg Kirschenlohr, aber auch der DRK-Landesbeauftragte für Katastrophenfälle Michael Sauer.

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