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DRK-Wasserwacht gibt Tipps zum Baden: Mangelnde Aufsicht meist Ursache für tödliche Badeunfälle mit Kindern

 

06.08.2018

Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist besorgt über die Vielzahl von Badeunfällen in diesem Sommer. Erst am vergangenen Wochenende ertranken zwei kleine Mädchen im Rhein bei Worms. Andreas Paatz, Bundesleiter der DRK-Wasserwacht gibt praktische Tipps, wie beim Badespaß alle gesund und munter bleiben.

DRK-Rettungsassistent wartet am Strand auf ein Kind mit einer Decke
Foto: Udo Reinhardt/DRK
Unbedingt frühzeitig Schwimmen lernen

Immer weniger Kinder können richtig schwimmen, weil Schwimmbäder schließen und an den Schulen zu wenig Schwimmunterricht gegeben wird. Hinzu kommen viele Flüchtlingskinder, die nicht schwimmen können und oft auch die Gefahren der Gewässer unterschätzen. Generell sollten Kinder so früh wie möglich schwimmen lernen. Wenn ein Kind mit neun oder zehn Jahren noch nicht sicher schwimmen kann, müssen die Eltern aktiv werden. Das heißt: Selbst mit dem Kind üben oder es zum
Schwimmkurs schicken. Die DRK-Wasserwacht bietet in vielen Städten günstige Kurse an, zu finden über https:/www.drk.de/wasserwacht

Nicht aus den Augen lassen

Die Hauptursache für tödliche Unfälle von Kindern im Wasser ist die Verletzung der Aufsichtspflicht. Das Allerwichtigste ist der aufmerksame Blick der Eltern. Sie sollten sich bei der Aufsicht abwechseln, um selbst auch entspannen zu können. Entweder das Kind kann schwimmen - das ist offiziell der Fall, wenn es das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Bronze erworben hat - oder es hat allein im Wasser nichts zu suchen. Das gilt auch, wenn das Gewässer durch Wasserretter abgesichert ist. Nur ein Moment der Achtlosigkeit kann fatale Folgen haben. Wenn der Kopf unter Wasser gerät, erschrecken Kinder und atmen einfach weiter. Wasser gelangt ungeschützt in die Lunge. Es folgt der Hustenreflex, noch mehr Wasser gerät in die Lunge und der Körper sinkt weiter in die Tiefe sofern es keine entsprechenden Hilfsmittel trägt - ein fatales Zusammenspiel. Schwimmflügel und andere Schwimmhilfen sind keine Rundumsorglos-Lösung. Sie helfen beim Schwimmen lernen, schützen aber nicht zuverlässig vor dem Ertrinken. Für Bootstouren sind ohnmachtssichere Rettungswesten Pflicht.

Baderegeln gelten auch für die Größeren

Zu den wichtigsten Bade-Regeln, die auch für Erwachsene gelten, gehört: Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten, an Brücken, Buhnen oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht ins Ungewisse springen, also z.B. nicht von Brücken oder Felsen in trübe Gewässer. Niemals mit vollem Bauch, unter Alkoholeinfluss oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Längere Strecken nie allein schwimmen.

Die DRK-Wasserwacht hat 140.000 Mitglieder. An rund 3.000 Wachstationen leisten die Helfer der DRK-Wasserwacht rund 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in Deutschland und retten dabei jährlich über 250 Menschen vor dem Ertrinken.


Mehr Informationen finden Sie ebenfalls unter https:/www.drk.de/wasserwacht



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