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Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg e. V.

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DRK Rhein-Neckar/Heidelberg etabliert Intensiv-Schulungskonzept für Corona-Schnelltester

10.03.2021

In einem landesweit einmaligen Intensiv-Ausbildungskonzept bildet der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg bis zum kommenden Wochenende rund 100 DRK-Mitarbeitende als Multiplikatoren für die Anwendung von Schnelltests aus.

 

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Ansprechpartnerin

Frau 
Manuela Schütz
Rotkreuzdienste

Telefon:
06221 - 90 10 40
Email an Frau Schütz
Die Anwendung von Schnelltests gilt neben der Impfkampagne aktuell als eines der wichtigsten Werkzeuge im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Das DRK Rhein-Neckar/Heidelberg schult derzeit neben eigenen Rot-Kreuz-Mitarbeitenden auch Freiwillige aus Pflegeinrichtungen, Schulen und KiTas als Multiplikatoren. So soll die Anzahl der Schnelltester in Schulen, Kitas, kommunalen Schnellteststellen, Privatbetrieben und Pflegeeinrichtungen massiv erhöht werden. Die Nachfrage aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens ist groß.

Um Ärzte und medizinisches Personal zu entlasten, dürfen laut dem Bevölkerungsschutzgesetz auch Personen ohne medizinische Vorkenntnisse die Antigen-Schnelltests durchführen – wenn sie zuvor entsprechend geschult wurden. Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. ermöglicht mittlerweile dank eines Multiplikator- Schulungs-Systems die breitgefächerte Schnelltestung an vielen Einrichtungen.

Von Ärzten intensiv geschulte Rotkreuz-Multiplikatoren geben ihr Wissen an Pflege-, Schul,- und KiTa-Personal, aber auch an Privatpersonen, in zwei theoretischen und praktischen Unterrichtseinheiten weiter. Diese dauern insgesamt anderthalb Stunden. Nach Abschluss der Schulung erhalten die Teilnehmer ein gültiges Zertifikat. Mit diesem dürfen die Freiwilligen dann selbstständig in unterschiedlichen Einrichtungen und unter deren Verantwortung Antigen-Schnelltests durchführen. „Mit unserer landesweit beispielgebenden Initiative möchten wir als DRK-Kreisverband unseren gesellschaftlichen Beitrag zielgenau leisten, um die Anwendung von demnächst verfügbaren Schnelltests auch in der Fläche zu ermöglichen", so Jürgen Wiesbeck, Präsident des DRK-Kreisverbandes Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. „Es entspricht unserem satzungsgegebenen Auftrag für die Bürgerinnen und Bürger in der Region da zu sein. Wir wollen einen wichtigen und entscheidenden Beitrag zur nationalen Teststrategie leisten".

In den Schulungen vermitteln die Rotkreuzler nicht nur grundsätzliches Verständnis über SARS-CoV-2 und seine Übertragbarkeit; sondern üben mit den Teilnehmern auch das Anlegen der Vollschutz-Ausrüstung, praktizieren den Abstrich über Nase und Rachen, lehren angemessene Reaktionen und Maßnahmen auf die Testergebnisse, geben Infos über rechtliche Aspekte und die richtige Dokumentation, sowie über weitere Schutzmaßnahmen vor Ort an den Einrichtungen.

Natürlich finden die Schulungen unter strengen Hygienevorkehrungen statt: Erlaubt sind höchstens acht Teilnehmer pro Kurs, Abstandsregeln, Flächendesinfektionsmaßnahmen und Maskenpflicht sind einzuhalten. Die Schulung ist für jedermann freigegeben, entsprechend können sich auch Privatpersonen oder Ersthelfer aus Unternehmen schulen lassen. Aber auch viele ehrenamtliche Rotkreuzler aus den DRK-Ortsvereinen werden durch die eigenen Kameradinnen und Kameraden geschult – sie können dann vor Ort in ihren Gemeinden bei Schnelltestungen unterstützen. Die Verbreitung der Tests ist weit vorangeschritten, allein die Stadt Heidelberg hat 80.000 Testkits vom Land Baden-Württemberg erhalten, die jetzt an Einrichtungen verteilt werden. „Wir haben zurzeit Anfragen aus dem ganzen Rhein-Neckar-Kreis. Das Interesse ist groß, denn die Antigen-Schnelltests sind das effektivste Mittel, Infektionsketten zu durchbrechen", so DRK-Präsident Jürgen Wiesbeck.