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07.02.2009

DRK-Großeinsatz in Rohrbach - 87 Seniorinnen und Senioren zogen in ein neues Heim

DRK-Mitarbeiter und Seniorinnen beim Umzug
"Insgesamt rund 2000 Kartons, 500 Stühle, 120 kleine Schränke, 100 Tische, 80 große Schränke, Koffer und Zimmerblumen haben wir bis heute Abend verräumt". Nicht ohne Stolz zieht Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Wiesbeck diese Bilanz. Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg hatte Anfang Februar im Rahmen eines Großeinsatzes den Umzug des Maria von Graimberg Hauses  samt seinen 87 pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohnern und dem gesamten Inventar geplant und durchgeführt.

Insgesamt waren 80 DRKler, vier LKWs und fünf Krankentransportwagen im Einsatz. Am Ende des Tages hatten sich die genaue Kennzeichnung der einzelnen Umzugsstücke und die zahlreichen Listen mehr als gelohnt, denn alles war gut am Umzugsziel angekommen. Der Grund für den Umzug lag in der maroden Bausubstanz des Graimberg-Hauses in der Max-Joseph-Straße 60. Der Betonklotz aus den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird ab März abgebrochen und bis Ende 2010 soll an gleicher Stelle ein modernes Pflegeheim mit 160 Pflegeplätzen errichtet werden. Kostenpunkt: 14 Millionen Euro. Bauherr ist die Bethanien Diakonissen Stiftung und betrieben wird das neue Pflegeheim gemeinsam vom Heidelberger Bethanien Krankenhaus und vom DRK Kreisverband Rhein-Neckar / Heidelberg.

Doch bevor der anspruchsvolle Neubau begonnen werden kann, musste ein Plan entwickelt werden, wie und wo die Bewohnerinnen und Bewohner des Graimberg-Hauses während der Bauphase untergebracht werden. Der starke Bethanien-Verbund mit dem Rohrbacher Bethanien-Krankenhaus als Herzstück, sorgte für eine Lösung. Für zwanzig an Demenz erkrankte Bewohner war schon Ende Januar im Krankenhaus in der Rohrbacher Straße die Pflegestation „Philosophenweg“ geschaffen worden und 87 Bewohner fanden jetzt in der nahen Brechtelstraße, wo ein Altenpflegeheim leer stand, ein neues Zuhause. Das neue Graimberg-Haus in der Brechtelstraße wurde vor dem Umzug aufwändig renoviert und schön gemacht, damit der Abschied nicht so schwer fällt.

Nach dreimonatiger Planung lief der Umzug wie am Schnürchen. Möglichst wenig Leerlauf, kein Schaden am Umzugsgut und sicherer Umzug für die Menschen, so formulierte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Jürgen Wiesbeck die zentralen Ziele der Aktion. „Mit Begeisterung und Empathie haben die Rot-Kreuzler den Umzug gemeistert“, urteilte anerkennend der Heimleiter des Graimberg-Hauses, Pfarrer Siegbert Thoma. Natürlich sei ein solcher Tag auch mit Ängsten verbunden, so Thoma, aber das Pflegeteam habe die Bewohnerinnen und Bewohner bestens vorbereitet und am Umzugstag ständig betreut. Jürgen Wiesbeck dankte allen Helfern und dem gesamten Team, insbesondere Kreisbereitschaftsleiterin Alexandra Erni für den tollen Einsatz während des gesamten Tages.  

Dass nicht immer alles nach Plan läuft, erlebte Einsatzleiter Jürgen Wiesbeck am frühen Vormittag als er für zehn Minuten mit Möbeln in einem der Aufzüge stecken blieb. Doch das blieb die einzige Panne dieses Mega-Umzugs.

Nachdem am Vormittag das gesamte Inventar umgezogen worden war, verließen am Nachmittag die Bewohnerinnen und Bewohner das alte Graimberg-Haus in DRK-Bussen. Von Kindern gemalte Transparente hießen sie im neuen Zuhause willkommen. Besonders wichtig ist Heimleiter Siegbert Thoma, dass der Umzug nicht mit Personalwechsel verbunden ist und den Menschen im alten und im neuen Haus die gleiche Bezugspflege erhalten bleibt. Auch die bisherigen Wohnbereiche bleiben zusammen.

Schon im Herbst 2010 soll die Komplettsanierung und der Neubau des Graimberg-Hauses abgschlossen sein. Dann können die Bewohnerinnen und Bewohner der Brechtelstraße in den großzügigen Neubau zurückziehen. Das neue Graimberg-Haus wird dann einen hotelähnlichen Charakter aufweisen und über fünf Wohngruppen verfügen, wovon zwei Menschen mit Demenz vorbehalten sind. Die Demenzabteilungen werden jeweils über einen eigenen Gartenbereich verfügen. Im Haus wird es Betreuungs- und Konferenzräume, eine Physiotherapie-Praxis und eine Kapelle geben.

Herbert Rabl



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